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Tanzlehrer oder was?
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Gäbe es eine Hit-Liste der Traumberufe würden sich die Tanzlehrer, neben dem Berufswunsch junger Mädchen
“Millionärs-Gattin, sicher in der Gruppe der üblichen Verdächtigen wiederfinden: Skilehrer, Tennislehrer, Surflehrer, Fahrlehrer und neuerdings, wie verrufen, offensichtlich auch
Schwimmlehrer. Was für den letzt- genannten Berufsstand, sorry, ja fast ei- nem Ritterschlag gleichkommt. Allen ge- meinsam jedoch haftet das Vorurteil an “Frauen ohne Ende”, beim
Tanzlehrer noch erweitert um “Kohle ohne Ende” Wir überlassen die Beurteilung weiterhin der Fantasie der Allgemeinheit und wenden uns der Spezies “Tanzlehrer” zu: Eine
grobe Unterteilung könnte in echte und unechte Zeitgenossen bzw. Genossinnen vorgenommen werden Zum besseren Verständnis sei erklärt, dass die Berufs bezeichnung “Tanzlehrer”, im
Gegensatz zum “Tanzpädagogen”, nicht gesetzlich geschützt ist. Das heißt jeder, also wirk- lich jeder der sich, aus welchen Gründen auch immer als Tanzlehrer fühlt, kann sich dies
an die stolze Brust heften. Dies gilt natürlich folgerichtig auch für die Be zeichnung “Tanzschule”. Sind sie also stolzer Besitzer eines Hobby-Kellers und haben von ihrem Vater
oder Großvater ein paar alte Tanzplatten geerbt, steht es ihnen frei ihren Eingang mit einem ent-
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sprechenden Schildchen zu schmücken, Visitenkarten nicht vergessen! Dies führt aber leider dazu, dass sich
im bewegten Freizeitmarkt allerhand graue Schäfchen beiderlei Geschlechts tummeln, welche sich in einem Schnellverfahren, oder gar keinem Verfahren, ein paar Schritte ange- eignet haben und
nun damit die Welt be- glücken möchten. Auch hier lässt sich leicht eine unvollständige Liste der Haupt- teilnehmer aufstellen: Berufswechsler aus ähnlichen gearteten Berufen wie
Sportlehrer, Aerobic-Instruk- toren, ehemalige Mitarbeiter von Tanz- schulen, beseelte Teilnehmer/innen eines Fortgeschrittenenkurses, Ex-Geliebte von Tanzlehrern und nicht zu vergessen - Ex-Ehefrauen. Letztere genießen ja allein schon durch
das Verweilen am Arbeits- platz des Gatten eine passive Ausbildung Wenn Sie jetzt als Kunde verwirrt sind ist das verständlich, dabei kann man in der Grau-Zone des Marktes mit etwas Nach- denken das Original unter den Blendern
finden: Seriöse Berufe sind zumeist in Innungen und Verbänden gegliedert. Die- se sorgen für eine gewisse Qualität. Im Bereich Gesellschaftstanz genügt ein Klick zu Wikipedia:
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Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerver- band e. V. (ADTV) ist die größte Dach-
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organisation von Tanzschulen und Tanz- lehrern in Deutschland. Er wurde 1922 in Halle (Saale) gegründet und hat seinen Sitz
heute in Hamburg. Dem ADTV gehö- ren rund 800 Tanzschulen und 2200 Tanzlehrer in Deutschland an.
Der Berufsverband deutscher Tanzlehrer e. V. (BDT) wurde am 5. Januar 1991 als Alternative zum
Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV) gegründet . Nach eigenen Angaben gehören dem Verband rund 120 Tanzschulen und 200 Tanzlehrer aus Deutschland, den Nieder- landen, Österreich und
Frankreich an.
Nachdem die Vereinigung Deutscher Tanzschulen (VDT) in den ADTV inte- griert wurde, und die Sezession moderner Tanzlehrer (SMT) sich dem BDT an- schloss, existieren zurzeit
nur noch der ADTV und der BDT.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Der Weg zum seriösen Tanzlehrer geht über einen dieser Verbände
und die Größe des ADTV ist kein Zufall. Für alles andere sollte dem denkenden Kunden Zeit und Geld zu schade sein, und wenn nicht drin ist was drauf steht nennt man das eben eine - Mogelpackung
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